„Wie geht es dir?“ ist nach der normalen Begrüßung die am häufigsten gestellte Frage im Umgang mit Bekannten, Nachbarn, Arbeitskollegen. Auf der einen Seite ist das völlig normal. Ob jetzt lapidar dahin gesagt oder ernsthaft interessiert gefragt, in den allermeisten Fällen kommt genau diese eine Frage. Kennt ihr das? Ihr begegnet jemandem in der Stadt, in eurer Straße, oder sonst wo, den ihr länger nicht mehr gesehen habt. Und natürlich kommt diese Frage auf! Klar, wir sind neugierig, interessiert. Gerade wenn wir der Person selten begegnen ist das oft der Fall.

Und ehrlich gesagt, besonders in diesen außergewöhnlichen Tagen der Ausgangsbeschränkungen fällt mir auf, dass ich diese Frage ganz bewusst stelle. „Wie geht es dir? Was machst du den ganzen Tag?…“ Alles hat sich verändert und wir kommen nochmal anders ins Nachdenken als es uns in unserem Alltagstrott gelingt.

Andererseits ist aber auch so viel im Moment anders als sonst mit Homeoffice, Homeschooling, Zugangsbeschränkungen in den Läden, Besuchsbeschränkungen bei den Eltern, dass ich mir auch über die kleinsten, normalen Dinge Gedanken machen muss. Wann gehe ich einkaufen? Was ist die beste Zeit um die Kinder bei den Hausaufgaben zu unterstützen? Wann komme ich konzentriert zum Arbeiten und bis wann muss ich eigentlich was fertig haben?

Eine wirklich komische Zeit.

Und dann kommt diese Frage:

„Wie geht es dir?“

Bild von picjumbo

Horch in dich hinein!

Ich möchte dir Mut machen mal wirklich in dich hinein zu horchen. Wie geht es dir? Kommst du mit dieser Zeit gut klar? Oder war dein bisheriger Alltag viel entspannter für dich? Hast du Angst vor der Zukunft? Fühlst du dich ausgelastet oder eher ausgebrannt?

Wenn wir nicht anfangen ehrlich mit uns selbst zu sein und wirklich ernsthaft zu fragen, wie es mir eigentlich geht, dann wird alles so bleiben wie es jetzt ist. Ich werde keine Veränderung im Äußeren oder Inneren anstreben und versuchen herbeizuführen wenn ich für mich nicht feststelle, dass eine Veränderung notwendig wäre.

Dass ich meine Erkenntnis jetzt nicht mit der entfernten Bekannten oder dem ehemaligen Arbeitskollegen teilen muss ist dabei hoffentlich klar ;o)! Aber ich darf besonders auch in dieser Zeit darauf horchen wie es mir geht und an welchen Punkten ich eine Veränderung brauche. Vielleicht nicht jetzt und sofort, aber auf längere Sicht!

Die Erkenntnis ist der erste Schritt in die richtige Richtung und ein guter Anfang!